Mittwoch, 8. Oktober 2008

In den guten alten Zeiten - (F.-J. Degenhardt)

   
   

 ein gedicht . . .

geht mir nicht aus dem sinn  . . .

 

In den guten alten Zeiten
(F.-J. Degenhardt)
 
Dort im S체drandkrater, hinten an der Zwischenkieferwand,
wo im letzten Jahre noch das P채rchen Brennesseln stand,
wo es immer, wenn der Mond sich 체berschl채gt, so gellend lacht,
dr체ben haust in einem Panzer aus der allerletzten Schlacht
jener Kerl mit lauter Haaren auf dem Kopf und im Gesicht,
zu dem, wenn es Neumond ist, unser ganzer Stamm hinkriecht.
Jener schl채gt ein Instrument aus hohlem Holz und Stacheldraht
und erz채hlt dazu, was fr체her sich hier zugetragen hat
in den guten alten Zeiten.

Damals konnte, wer da wollte, auf den Hinterkrallen stehn.
Doch man fand das Kriechen viel bequemer als das Aufrechtgehn.
Der Behaarte sagt, sie seien sogar geflogen, und zwar gut.
Aber keiner fand je abgebrochene Fl체gel unterm Schutt.
Über Tage und in Herden lebten sie zur Sonnenzeit,
doch zum Paaren schlichen sie in H철hlen, immer nur zu zweit.
Ihre Männchen hatten Hoden und ein bißchen mehr Gewicht,
doch ansonsten unterschieden sie sich von den Weibchen nicht
in den guten alten Zeiten.

Damals wuchsen fette Pflanzen 체berall am Wegesrand,
doch sie abzufressen galt als äußerst unfein in dem Land.
Man verzehrte Artgenossen, selbst das liebenswerte Schwein,
doch die aufrecht gehen konnten, fraß man nicht, man grub sie ein.
Manchmal durfte man nicht töten, manchmal wieder mußte man.
Ganz Genaues weiß man nicht mehr, aber irgendwas ist dran.
Denn wer Tausende verbrannte, der bekam den Ehrensold,
doch erschlug einen einz’lnen, hat der Henker ihn geholt
in den guten alten Zeiten.

Wenn ein Kind ganz nackt und lachend unter einer Dusche stand,
dann bekam es zur Bestrafung alle Haaren abgebrannt.
Doch war’s artig, hat’s zum Beispiel einen Panzer gut gelenkt,
dann bekam es zur Belohnung um den Hals ein Kreuz geh채ngt.
Man zerschlug ein Kind, wenn es die Füße vom Klaver zerbiß,
doch man lachte, wenn’s dem Nachbarkind ein Ohr vom Kopfe riß.
Blut’ge Löcher in den Köpfen zeigte man den Knaben gern,
doch von jenem Loch der L철cher hielt man sie Hieben fern
in den guten alten Zeiten.

Alle glaubten an den unsichtbaren gleichen Manitu,
doch der Streit darüber, wie er aussah, ließ sie nicht in Ruh.
Jene malten ihn ganz weiß und andre schwarz oder gar rot,
und von Zeit zu Zeit, da schlugen sie sich deshalb einfach tot.
Ob die Hand ganz rot von Blut war und die Weste schwarz von Dreck,
das war gleich, wenn nur die Haut ganz weiß war, ohne jeden Fleck.
Und den Mischer zweier Farben federte und teerte man
oder drohte ihm f체r nach dem Tode Feuerqualen an
in den guten alten Zeiten.

Und wer alt war, galt als weise, und wer dick war, galt als stark.
Und den fetten Greisen glaubte man aufs Wort und ohne Arg.
Und wenn Wolken sich am Abend f채rbten, freute man sich noch,
und man fraß ganz ruhig weiter, wenn die Erde brandig roch.
Denn vom Himmel fiel noch Wasser, und die Sonne war noch weit,
und der große Bär, der schlief noch, in der guten alten Zeit.
Und die Erde drehte sich nicht pl철tzlich r체ckw채rts und im Kreis.
Doch man schaffte rüstig, bis es dann gelang, wie jeder weiß.
Und da war Schluß mit jenen Zeiten,
mit den guten alten Zeiten.

Und so hocken wir bei Neumond an der Zwischenkieferwand,
wo im letzten Jahre noch das P채rchen Brennesseln stand.
Und wir lauschen dem Behaarten, der sein Instrument laut schl채gt.
Und wir lauschen, lauschen, lauschen n채chtelang und unbewegt.
Und wir tr채umen von den guten alten Zeiten und dem Land,
wo man 체berall und jederzeit genug zu fressen fand.
Unsre Stammesmutter streichelt unser J체ngstes mit den Zehn,
manchmal seufzt sie: „O ihr Brutgenossen, war das früher schön
in den guten alten Zeiten.“

 

 

Montag, 6. Oktober 2008

danke nadine, für den schönen übersichtlichen kalender!

 
 danke danke liebe nadine, f체r deine immer wiederkehrende m체he >>>Kalender<<<
               
      


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lilianchen herzlichen dank für das stimmungsvolle oktoberbild!

 

 

vielen dank unserer lieben liliane

und schaut auch mal in unsere 

>>>  monatsbilder <<<

liebe grüße

von susanne 

 

Sonntag, 5. Oktober 2008

Hotmail Postfach

ich wollte gerade macht der alten Gewohnheit...von meinem Postfach in die Group..konnte aber den Link dazu nicht mehr finden...hat einer Ahnung...geht das nicht mehr ..da gab es doch sonst immer meine Groups...
lg von Janna

Samstag, 4. Oktober 2008

Ein erholsames Wochenende- und

 
alles Liebe .. auch für die neue Woche ...  Liliane

Freitag, 3. Oktober 2008

hier etwas zum testen des Allgemeinwissen

 
Hallo zusammen,
 
hier sind 15 Fragen zum Tag der Deutschen Einheit
 
 
 
                                      Viel Spass beim Beantworten!
 
 
Gruß Heinz

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Anfrage wegen Programm

Hallo zusammen,
 
da ich vergessen hatte eine Programmzeitschrift zu kaufen, wollte ich mal fragen, ob mir jemand sagen kann
kommt heute Gohst wisperer und Medium im Kabel eins und ob heute im RTL 2 die Nanny l채uft?
Ich wollte heute noch eine Zeitschrift kaufen, aber für den einen Tag mochte ich keine 1,50€ ausgeben.
Ab morgen habe ich dann wieder die 14 Tage Zeitschrift wie gehabt, aber da ja heute Tag der deutschen Einheit ist
kann ja das Programm ge채ndert sein und ich armer Tropf bin nicht informiert
Hallo Susanne,
 
wenn Du heute online bist, m철chte ich Dich kurz im Messi st철ren, nur kann ich das hier nicht einstellen denn sonst
fangen hier alle an zu lachen.
Es geht da um eine Diskusion und da ist was schief gelaufen und den Rest schreibe ich Dir dann im Messi.
 
 
 
Gruß Heinz
 
PS: aber eins m철chte ich noch los werden, lange genug hat diese Mauer die Menschen in ost und west getrennt und
diese ist ja auch mit viel Leid verbunden gewesen!
Ich bin froh, dass sie weg ist und hoffe nur, dass es so ein Bauwerk nie wieder geben wird aber ich denke mal aus
den vergangenen Fehler, haben wir alle was gelernt!!!