Smalltalk, Randthemen, eine kleine aber feine Galerie, ein erstaunlich umfangreiches Foto-Forum, Poesie und Prosa und alles "off_topige" DAS war einmal auf MSN - und nun ist auch Multiply Vergangenheit :-(
Freitag, 3. Februar 2006
etwas gegen den winter-schlendrian - big-brother is remembering U *g*
Noch ein Winterwochenende
Donnerstag, 2. Februar 2006
Mittwoch, 1. Februar 2006
Notizen zum Monat Februar
| Notizen zum Monat Foto: lig챕 Februar Mit dem Februar 체berschreitet der Winter seinen H철hepunkt und geht allm채hlich in den Vorfr체hling, ins Tauwetter 체ber. Zwar haben K채lte und Eis noch viel zu sagen - aber als erste Farbkleckse im Schnee leuchten bunte Wildkrokusse, schon einige Zeit vor den Gartenkrokussen. Der Februar ist ein Wendemonat mit einem Gemisch aus kalten und w채rmeren, fast fr체hlingshaften Tagen. Und die dezemberliche Wende vom Dunkel zum Licht wird jetzt erst in merklich l채ngeren Tagen so richtig sp체rbar. Bis heute bestimmt Licht-Brauchtum diesen Monat.
Das Christentum kennt ein Fest der "Darstellung Jesu" mit Lichterprozession. Dieser Tag, auch "Mariä Lichtmeß" oder "Mariä Reinigung" genannt, wird am 2. Februar gefeiert, 40 Tage nach Weihnachten. Er erinnert daran, daß Jesus 40 Tage nach seiner Geburt von Maria im jüdischen Tempel als erstgeborener Sohn Gott geweiht und dabei "Licht für die Völker" genannt wurde. Früher sah man mit Lichtmeß die Winter- und die Weihnachtszeit als vergangen an.
Die christliche Kerzenprozession sollte wohl eine vorchristliche römische Sühneprozession verdrängen. Der Name Februar leitet sich vom lateinischen Wort "februa" ab, was für die damals um diese Zeit gefeierten Reinigungs- und Sühnefeste samt Lichterprozession steht. Ursprünglich im römischen Kalender nicht enthalten und dann als letzter Monat eingefügt, bot der Februar als Abschluß des Jahres gute Gelegenheit zur Sühne. Später bekam er seinen Platz als zweiter Monat.
Bis ins 18. Jahrhundert hieß der Februar bei uns auch "Hornung" - vielleicht ein Ausdruck für "Bastard". Und ein "Bastard", ein "Zu-kurz-Gekommener", ist der Februar, weil er weniger Tage hat: normalerweise nur 28 Tage; in den in vierjährigem Rhythmus anfallenden "Schaltjahren" (die ohne Rest durch vier teilbar sind) ist der 29. Tag der "Schalttag". Das beruht auf römischer Kalenderrechnung. Julius Cäsar verfügte die Jahreslänge (365 ¼ Tage), die Dauer eines Normaljahres (abgerundet: 365 Tage) sowie die Einfügung eines Schaltjahrs (366 Tage, und zwar alle vier Jahre, um die wegen der Abrundung fehlenden Vierteltage auszugleichen; für diesen einen zusätzlichen Tag sorgt der 29. Februar).
Der Februar ist "Narrenmonat", die Zeit von Karneval, Fasching, Fasnet, Fastnacht, die durch ausgelassene Br채uche gekennzeichneten Tage vor der christlichen Fastenzeit. Manchmal, je nach Datum des Osterfestes, erreichen die "n채rrischen Tage" schon im Februar ihren H철hepunkt, manchmal streben sie ihm erst entgegen. Die Wurzeln dieses Brauchtums reichen weit zur체ck bis in vorchristliche Fruchtbarkeits- und Fr체hlingsfeste: Durch Maskierung und L채rm sollten b철se Wintergeister ausgetrieben werden; zugleich spielte Freude auf das Kommende mit. So fanden, allerdings schon im Dezember zur Zeit der Sonnenwende, die r철mischen Saturnalien und das germanische Julfest statt. Der Name "Karneval" wird gedeutet als "carne vale" ("Fleisch, ade!"), meint also ein schnell endendes Ausleben von Sinnenlust vor der Fastenzeit. -------------------------------------------------------- |
F체r Hildegard von Bingen ist der Februar ein Monat der Reinigung und Heilung, auch der Reinigung der Augen - die dann durchblicken, den Weg und vielf채ltige Farben und Formen klar erkennen k철nnen:
"Der zweite Monat geht seiner Natur auf Reinigung aus. Er findet eine sinnhafte Bedeutung in den Augen des Menschen, weil auch die Augen, wenn sie wäßrig, unrein und kränklich sind, sich mitunter von selber reinigen. ... Der Mensch sieht mit den Augen, was er durch die Weisheit versteht, und erfaßt es durch Hören, Riechen und Schmecken. ... Und so vermag der Mensch in seinem Umherschauen mit den Augen Gutes zu sehen und in seiner Betrachtung Gutes zu erwägen und so die gleiche reine Unterscheidungsgabe zu besitzen. Überschreitet er dabei im Guten sein Maß, so kann er in die Tiefe stürzen, erstrebt er allzusehr das Böse, wird er in der Verzweiflung gänzlich zugrunde gehen. ... Wie der Mensch mit den leiblichen Augen allenthalben die Geschöpfe sieht, so schaut er im Glauben überall Gott."
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ich komme
Dienstag, 31. Januar 2006
Montag, 30. Januar 2006
Johannes Rau ist Tod
| 1931 16. Januar: Johannes Rau wird in Wuppertal-Barmen als drittes von insgesamt fünf Kindern des Evangelisten und Predigers Ewald Rau und der Hausfrau Helene Rau geboren. Bereits als Gymnasiast engagiert sich Rau in der Bekennenden Kirche und in Bibelkreisen. |
1948
Rau bricht seine Schulzeit ab und verlässt das Gymnasium.
1949-1951
Lehre als Verlagsbuchhändler in Wuppertal und Besuch der Buchhändlerschule in Köln.
Parallel dazu engagiert sich Rau bereits politisch und wird journalistisch tätig.
So arbeitet er ab 1949 als freier Mitarbeiter für die in Wuppertal erscheinende Westdeutsche Rundschau.
Seine Beiträge befassen sich vor allem mit kirchlichen und kulturellen Themen.
1952-1954
Zunächst Verlagsbuchhändler in seinem Lehrbetrieb in Wuppertal,
ab 1953 Lektor und Vertreter im Luther-Verlag und beim Eckart-Verlag in Witten.
1952
2. Dezember: Aus Protest gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik
tritt Rau in die von Gustav Heinemann am 29./30. November mitgegründete "Gesamtdeutsche Volkspartei" (GVP) ein. Er wird zum Kreis- und Ortsvorsitzenden von Wuppertal bestimmt.
1953
Veröffentlichung seiner beiden ersten Erzählungen "Keine spielt wie Gisela" und "Klaus und das Feuer"
unter eigenem Namen.
Darin beschreibt Rau die Schwierigkeiten junger Menschen mit sich selbst und wie sie ihren Weg zu Jesus finden.
1954-1967
Geschäftsführer des Jugenddienst-Verlages in Wuppertal.
Ab 1962 wird Rau Vorstandsmitglied und ab 1965 Direktor des Verlages.
1954
Redaktionsmitglied der "Gesamtdeutschen Rundschau".
1957
Nach der Auflösung der GVP tritt Rau in die SPD ein.
| 1958-1962 1958-1999 1959-1968 1962 1964-1978 1965-1999 1966-1974 1968-1999 1969/70 1970-1978 1972 1973-1998 |
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seit 1977
Mitglied des Kuratoriums des Gustav-Heinemann-Bürgerpreises.
1977-1998
Vorsitzender des SPD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen.
seit 1978
Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Kunstsammlung des Landes Nordrhein-Westfalen.
1978-1999
Mitglied des Parteipräsidiums der SPD auf Bundesebene.
1978-1998
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.
In seine Zeit als Ministerpräsident fallen vor allem die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des
Bundeslandes infolge der Kohle- und Stahlkrise.
1984 legt er das vielbeachtete Konzept "Landesinitiative Zukunftstechnologien"
und ein umfassendes Umweltschutzprogramm vor. In seine Amtszeit fallen vier Landtagswahlen.
Bei den ersten drei Wahlen 1980, 1985 und 1990 erreicht die SPD die absolute Mehrheit.
1995 erlangt die SPD nur die einfache Mehrheit.
seit 1981
Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Lufthansa AG.
seit 1982
Kuratoriumsvorsitzender der Heinz-Kühn-Stiftung.
1982
Heirat mit Christina Delius (geb. 1956), einer Enkelin des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann.
Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor: Anna Christina (geb. 1983),
Philipp Immanuel (geb. 1985) und Laura Helene (geb. 1986).
1982-1999
Stellvertretender Vorsitzender der SPD.
1982/83
In seiner Funktion als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wird Rau turnusgemäà Bundesratspräsident.
seit 1985
Mitherausgeber der Monatszeitschrift "Evangelische Kommentare".
1985
15. September: Die SPD nominiert Rau zum Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 1987.
Die Möglichkeit einer rot-grünen Koalition lehnt Rau entschieden ab.
seit 1986
Vorsitzender des Stiftungsrates der nordrhein-westfälischen Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege.
1986
Rau erhält als erster Deutscher die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät Haifa/Israel.
1987
25. Januar: Nach der Wahlniederlage bei den Bundestagswahlen,
bei denen die SPD 37,0 %, die CDU/CSU 44,3 %, die F.D.P. 9,1 % und die GRÃNEN 8,3 % der Stimmen erhalten,
lehnt Rau die Ãbernahme des Parteivorsitzes der SPD ab.
1988
Februar: Bei der Montan-Konferenz mit Bundeskanzler Helmut Kohl erreicht Rau in seiner Funktion als
nordrhein-westfälischer Ministerpräsident den Beschluss eines umfassenden Hilfsprogramms
für eine Beschleunigung des wirtschaftlichen Strukturwandels im Ruhrgebiet.
Rau vermittelt im Streit um die SchlieÃung der Stahlhütte Rheinhausen.
seit 1990
Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Kunst und Kultur.
1990-1994
Vorsitzender des Vermittlungsausschusses von Bundesrat und Bundestag.
1991
Dezember: Die nordrhein-westfälische Regierung unter Rau verabschiedet den Haushalt 1992,
der eine Neuverschuldung von 5,4 Milliarden DM vorsieht.
Die Regierung wird daraufhin von den Oppositionsparteien stark kritisiert.
Rau räumt auf dem SPD- Landesparteitag eine "Schwächephase" der Regierung ein.
1991/92
Rau unterstützt Björn Engholm bei seiner Wahl zum SPD-Parteivorsitzenden und zum SPD-Kanzlerkandidaten.
1992
Juli: Wegen eines bösartigen Tumors wird Rau die linke Niere entfernt.
Im November kann er seine Arbeit wieder aufnehmen.
seit 1993
Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Bibel und Kultur.
1993
Mai-Juni: Nach dem Rücktritt Engholms als Bundesvorsitzender der SPD übernimmt Rau den Vorsitz der Partei
für eine Ãbergangszeit bis Rudolf Scharping zum neuen Vorsitzenden gewählt wird.
13. September: Nominierung als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten durch den SPD-Parteivorstand.
1994
23. Mai: Bei der Wahl der Bundesversammlung für das Amt des Bundespräsidenten unterliegt Rau im dritten Wahlgang mit 605 Stimmen dem Kandidaten der Union, Roman Herzog, der 696 Stimmen erhält.
1994/95
In seiner Funktion als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wird Rau erneut
turnusgemäà Bundesratspräsident.
seit 1995
Ehrenmitglied des Jerusalemer "Israel-Museums".
1995
Mai: Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen erreicht die SPD nur 46,0 % der Stimmen und verfehlt
damit die absolute Mehrheit.
Juli: Rau wird mit den Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zum fünften Mal in Folge zum
nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten diesmal einer rot-grünen Regierung gewählt.
Vorrangige Ziele der neuen Regierung sind der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und ein wirksamer Umweltschutz.
Rau wird für seine Initiative "Wald der deutschen Länder",
bei der man für 15 Mark einen Olivenbaum kaufen und in der Wüste Negev/Israel pflanzen lassen konnte,
vom Jüdischen Nationalfonds als erster Deutscher mit einem Goldenen Olivenzweig ausgezeichnet.
1997
Verleihung der Ehrendoktorwürde der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.
1998
März: Rau kündigt den Rückzug aus seinen nordrhein-westfälischen Ãmtern an.
23. Mai: Rücktritt als nordrhein-westfälischer Landesvorsitzender der SPD.
Sein Nachfolger wird der von ihm vorgeschlagene Franz Müntefering (geb. 1940).
27. Mai: Rücktritt als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Sein Nachfolger wird der von ihm vorgeschlagene Wolfgang Clement (geb. 1940).
2. November: Nominierung als Kandidat der SPD für das Amt des Bundespräsidenten.
1999
23. Mai: Die Bundesversammlung wählt Rau im Berliner Reichstagsgebäude zum achten Bundespräsidenten
der Bundesrepublik Deutschland.
1. Juli: Vereidigung als Bundespräsident in Bonn.
Seine Amtszeit verläuft ruhig und ist weder von Skandalen noch herausragenden Appellen begleitet.
Wegen seiner stets betonten Nähe zum Christentum wird er von Freunden und Kritikern häufig als
"Bruder Johannes" bezeichnet.
14. Juli: Als ersten ausländischen Staatsgast empfängt Rau den italienischen Staatspräsidenten
Carlo Ciampi (geb. 1920).
Dezember: Rau besucht trotz jugoslawischer Kritik deutsche Kfor-Soldaten im Kosovo.
2000
17. Februar: Rau hält als erster deutscher Bundespräsident eine Rede in deutscher Sprache vor dem
israelischen Parlament, der Knesset, in Jerusalem.
Er entschuldigt sich für die Verfolgung der Juden während des Nationalsozialismus in Deutschland.
1. Juni: Rau eröffnet die Weltausstellung in Hannover.
In seiner Eröffnungsrede für die Expo 2000 ruft er die Deutschen auf, sich "gastfrei,
tolerant und weltoffen" zu zeigen. Die Expo werde "aufregend, wenn wir neugierig werden, wie die anderen leben".
2003
September: Rau gibt bekannt,
bei der nächsten Wahl 2004 nicht mehr für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren.
2004
23. März: Rau bricht seine Afrika-Reise ab, nachdem laut Geheimsdienstberichten ein Mordanschlag
auf einen hochrangigen europäischen Repräsentanten verübt werden soll.
23. April: Rückkehr vom letzten Staatsbesuch seiner Amtszeit in Ungarn.
Insgesamt hat Rau als Staatsoberhaupt 76 Auslandsreisen unternommen.
29. Juni: Mit einem GroÃen Zapfenstreich wird Rau von der Bundeswehr als Bundespräsident verabschiedet.
Sein Nachfolger wird Horst Köhler.
Hinwess, die Daten habe ich durch google erhalten! Gruss Kirk023